straight beats 13. May 2001

Bin normalerweise eher ein Freund der zershredderten, verhackstückselten elektronischen Beats. Angefangen bei Lali Puna über Console bis hin zu Funkstörung gibt es eine Vielzahl von Künstlern, die mein Herz höher schlagen lassen. Sobald jedoch die Beats straight-forward 4/4-Takt loopen, finde ich kaum Tracks die mich die mich in ihrer Klangstruktur ansprechen. Die Houseplatten an denen ich gefallen finde, die lassen sich immer noch an zwei Händen abzählen. Bei Techno brauche ich erst gar nicht zu suchen. Das liegt nicht daran, dass ich die geraden Beats weniger mögen würde. Mal ist mir die Produktion zu minimal, mal zu monoton irgendwas stört immer. Alle paar Monate finde ich dann doch mal eine neue Platte, aber das ist dann schon wirklich ein Ereignis. Eine große Freude war es deshalb, gestern dem Set des Gast-djs im hd800 (Mannheim) zu lauschen. Da kamen dann direkt auf einen Schlag ein Dutzend interessanter straight beat Tracks. Nach dem ich eine ganze Zeit lang genüsslich an meinem Drink genuckelt hatte, habe ich mich dann doch irgendwann mal bequemt denn Plattendreher zu interviewen, was er da für Bonbons serviert. soul static bureau habe ich dabei auf einem Plattencover erhaschen können. Werde da mal bei Gelegenheit in das komplette Album reinhören.

 

menschliche bedürfnisse 10. May 2001

Eben gerade bei Amazon: Die Amazon.de Hot 100 Bücher. Platz 1: “Ich mache Sie reich. Der Mann, der Millionäre macht.” von Markus Frick direkt gefolgt von Platz 2 “Der perfekte Liebhaber. Sextechniken, die sie verrückt machen.” von Lou Paget. Aha. Was folgern wir daraus ? Stinkreich und toller Hengst im Bett noch obendrein will der Amazonkunde sein. Geht’s noch flacher ?

 

fluffig luftig 08. May 2001

Moulinettes

love air, immer nie am meer und flipper queen haben sich alle auf dem neuen Album der Moulinettes versammelt. Dort warten sie um einen die italienische Sonne in die Wohnung zu zaubern. Und gute Remixe von Freunden gibt’s als Bonus. Unter anderem dabei der münsteraner Tastenmeister Carsten Meyer (aka Erobique) und die ebenfalls mehrsprachigen Stereo Total.

 

sanft schlummern 07. May 2001

Nachdem ich keine British Airways-Restbestände mehr auffinden konnte bin ich nun seit einigen Tagen glücklicher Besitzer einer original Dr. Winkler Schlafbrille. Außen himmelblau und innen flauschige Baumwolle. One-size-fits-all. Das Lifestyle-Accessoire für langes Ausschlafen. Die Rolladen-Besitzer werden verständnislos den Kopf schütteln, aber allen lichtgeplagten Langschlafbedürftigen mit dürftiger Fensterbekleidung wird sich ein leichtes Konsumbedürfnis aufgedrängt haben.

 

kleine sprachschule #1 04. May 2001

“Banker (m.) Neuhochdeutsche Form des ‘Bankier’. Während den Bankier noch die Aura des Grandseigneurs umgab, hat der moderne Banker das auf Diskretion, Seriosität und altem Geld fußende Berufsbild abgestreift und gibt sich nun anglophil und managementorientiert. Der Vorzug des Bankers beruht darauf, daß im Unterschied zur leitenden Position des Bankiers nun jeder einer Bank Beschäftigte sich als Banker bezeichnen kann: vom Sachbearbeiter in der Buxtehuder Außenstelle bis zum Chefvolkswirt. Dies ist Ausdruck flacher Hirarchien.” (Roland Kaehlbrandt, Deutsch für Eliten)

 

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